Curcumin ist eine Polyphenolverbindung mit einer breiten gesundheitsfördernden Wirkung, die auf natürliche Weise in Kurkuma vorkommt. Ihm werden hauptsächlich entzündungshemmende, antioxidative und kardioprotektive Eigenschaften zugeschrieben.

Wie sich herausstellt, wird Kurkuma auch als Alternative zu Schmerzmitteln empfohlen. Dieser Aspekt der Wirksamkeit von Curcumin wurde von Forschern der Medizinischen Universität von Neu-Delhi untersucht. Sie beschäftigten sich mit einer Art der lästigsten Schmerzen – den postoperativen Schmerzen.

Die Studie wurde auf eine Weise durchgeführt, um ihre maximale Objektivität zu gewährleisten. Das Auftreten von postoperativen Schmerzen ist unbestreitbar, weshalb man von keinem eingebildeten Gefühl ihrer Anwesenheit sprechen konnte. Die in diesem Projekt untersuchten Personen wurden auch mit wichtigen Einschränkungen umfasst. Jede von ihnen war vom ersten Tag nach der laparoskopisch durchgeführten Cholezystektomie (Entfernung der Gallenblase) an der Studie beteiligt. Die Studienteilnehmer mussten volljährig, geistig völlig fit und frei von Erkrankungen sein, die das Schmerzempfinden stören könnten (einschließlich Sucht von psychoaktiven Substanzen und Missbrauch von Schmerzmitteln).

Zur Beurteilung der Schmerzintensität wurde bei den Untersuchten eine 100-Punkte-VAS-Skala ausgenutzt, welche auch am häufigsten zur Beurteilung von Schmerzen verwendet wird und die Übertragung von Gefühlen auf eine grafische Darstellung ermöglicht (1 Punkt - minimaler Schmerz, 100 – maximaler Schmerz). Zusätzlich wurde auch das Empfinden von Erschöpfung auf einer 10-Punkte-IRS-Skala untersucht.

Sowohl die Versuchsgruppe als auch Kontrollgruppe bestand aus 25 Personen. Die erste nahm alle 6 Stunden eine Tablette mit 500 mg Curcumin ein, die zweite Gruppe nahm mit der gleichen Häufigkeit ein Placebo mit 350 mg Dextrose ein. Zusätzlich wurden beide Gruppen mit „Notfalltabletten” (650 mg Paracetamol) ausgestattet, falls sich die grundlegende Schmerztherapie als unwirksam erweisen würde (dies war auch ein weiteres Kriterium für die Beurteilung der Wirksamkeit von Curcumin - je häufiger die zusätzlichen Tabletten eingenommen wurden, desto geringer war die Wirksamkeit der Behandlung).

Die Untersuchten wurden gebeten, die Schmerzen gemäß der VAS-Skala und die Erschöpfung gemäß der IRS-Skala drei Tage nach der Operation, eine Woche nach der Operation, zwei Wochen nach der Operation und drei Wochen nach der Operation zu bewerten. Die Anzahl der Tabletten mit Paracetamol, die während der gesamten Studie eingenommen wurde, wurde auch notiert. Nach drei Tagen wurden bei beiden Gruppen ähnliche Ergebnisse festgestellt. Eine Woche nach der Operation wurde eine deutliche Veränderung festgestellt. Als die Placebogruppe die Schmerzintensität mit 30 Punkten bewertete, wies die Versuchsgruppe auf eine Schmerzintensität von nur 15 Punkten hin. Sehr ähnliche Ergebnisse wurden eine Woche später notiert. Nach 21 Tagen empfanden beide Gruppen keine Schmerzen mehr. Das Erschöpfungsgefühl war in beiden Gruppen auch spürbar geringer. Die Personen, die Curcumin einnahmen, deuteten sowohl nach einer als auch nach zwei Wochen nach der Operation auf ein um ca. 3 Punkte geringeres Unwohlsein hin.

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Zusammengefasst deuten die Studienergebnisse darauf hin, dass Curcumin ein effektives Mittel beim Kampf gegen Schmerzen sein kann. Dies zeigt der zuletzt bewertete Parameter am besten, also die Anzahl der "Notfalltabletten ", die von beiden Gruppen im Falle einer unzureichenden Schmerzreduktion infolge der Therapie eingenommen wurden. Während die Mitglieder der Kontrollgruppe über einen Zeitraum von 3 Wochen durchschnittlich 39 Tabletten einnahmen, nahm die Gruppe, die Curcumin einnahm nur 7 davon ein. Angesichts der hohen Wirksamkeit von Curcumin in Bezug auf postoperative Schmerzen, die eine relativ lästige Art von Schmerzen darstellen, sollte seine Einführung im Alltag als natürlicher Ersatz für pharmakologische Schmerzmittel in Erwägung gezogen werden.

Vollständige Version der Veröffentlichung:

https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00464-011-1793-z

Abstract:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21671126